Falscher Jasmin

Bepflanzung

Pflanzen erfüllen im Außengelände ganz wesentliche Funktionen. Sie sorgen für

  • Lärm- und Sichtschutz
  • Klimaverbesserung: Staubfilter, Erhaltung der Luftfeuchtigkeit, Schutz vor Sonneneinstrahlung und Hitze, Verzögerung der Versickerung von Niederschlägen
  • Raumbildung
  • Naturerlebnisse
  • Sinneserfahrungen
  • Artenvielfalt
  • Nahrung
  • Förderung des Wohlbefindens
  • Erleben der Jahreszeiten

In intensiv bespielten Bereichen müssen die Pflanzen natürlich robust sein. Außerdem müssen Kinder Pflanzen auch „benutzen“ dürfen. Je nach Standortbedingungen eignen sich robuste Sträucher wie Hartriegel, trockenverträgliche Weidenarten, Falscher Jasmin, Haselnuss, Weigelie, Zierjohannisbeeren, Weißdorn.

Weissdorn

Um Düfte, Farben, Strukturen und die Jahreszeiten zu erleben, sind geeignet Falscher Jasmin, Felsenbirne, Kornelkirsche, Ahornarten, Zierquitten, Wildrosen, Eberesche und Wildkirschen. Nicht zu vergessen ist das Pflanzen von Frühblühern, die den Schutz der Gehölze benötigen.

Weidenhütten und -gänge sind in der Kita natürlich auch sehr beliebt. Doch nicht an jedem Standort können Weiden wachsen. Hütten können auch aus Haselnuss oder trocknen Weidenästen gebaut werden, die dann mit ein- oder mehrjährigen Kletterpflanzen bestückt werden.

Kinder benötigen auch Wildnis, auch wenn es nur ganz kleine Bereiche sind. Hier verbergen sich viele spannende Erlebnisse. Unter Laub, totem Holz lebt eine Vielzahl von Organismen, kleine Ungeheuer, Urzeittiere und dergleichen. Natürlich gibt es mit Pflanzen auch unangenehme Begegnungen, z.B. brennende Brennnesseln, stachelige und raue Gewächse. Diese Erfahrung müssen Kinder ebenso machen, um später eine Gefährdung besser einschätzen zu können.

Und keine Angst vor giftigen Pflanzen. Pflanzen mit hohen toxischen Wirkungen kommen nur selten vor. Die meisten dieser Früchte schmecken bitter, und die Kinder spucken sie wieder aus. Nachweisbare Vergiftungen durch Pflanzen sind - im Gegensatz zu anderen Vergiftungsursachen - äußerst selten.